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Am Feuer, auf der Matte und am Kickertisch

Gespräche mit Politikern stellt man sich anders vor: Da sitzt Michael Roth (SPD-Bundestagsabgeordneter) im Judo-Anzug auf Sportmatten in der Turnhalle und stellt sich den neugierigen Fragen der Kinder und Jugendlichen aus der Judoabteilung des Turnvereins Hessisch Lichtenau. So wie Michael Roth „erging“ es in den vergangenen Wochen auch Helmut Heiderich (Bundestagsabgeordneter der CDU), dem SPD-Landtagsabgeordneten Lothar Quanz und dem Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium Matthias Berninger (Bündnis90/Die Grünen). Sie alle waren im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Let’s talk about… Politik!“ des Kreisjugendrings Witzenhausen e.V. (KJR) zu Gast bei Jugendgruppen. Neben dem Gespräch zu politischen Themen haben sie dabei auch einen Einblick in die Arbeit der Jugendgruppen erhalten – und es wurden konkrete Vereinbarungen zwischen dem Politiker und der jeweiligen Jugendgruppe getroffen, die in den nächsten Wochen und Monaten umgesetzt und deren Sachstand überprüft werden soll.

Helmut Heiderich machte den Auftakt zu der Veranstaltungsreihe. Er war am DATUM zu Gast beim Pfadfinderstamm „Berglöwe“ in Fürstenhagen, der eigens für diesen Abend eine Jurte – ein typisches Pfadfinder-Zelt – aufgebaut hatten. Ein Lagerfeuer wärmte die Gäste und sorgte für eine heimelige Atmosphäre. Bei den Talkrunden ging es um rechtliche Hemmnisse, mit denen viele Jugendleiter zu kämpfen haben und um die Ausbildungsplatzsituation für junge Menschen in Nordhessen. Bei den starken rechtlichen Einschränkungen wollen nun die Pfadfinder, der KJR und Heiderich gemeinsam versuchen, eine Lockerung der Regelungen für Jugendgruppen zu erreichen.

Bereits einen Tag später war Michael Roth bei der Kinder- und Jugendgruppe der Judoabteilung des TV Hessisch Lichtenau zu Gast. Für die vielen jüngeren Mitglieder der Jugendgruppe stand das Thema Schule im Mittelpunkt des Interesses. Die Entwicklung aus anderen Landkreisen, dass die Vereine zunehmend Miete für die Nutzung der Sporthallen zahlen sollen, trieb die Jugendleiter des Vereines um. Roth hat zugesagt, sich gegen solche Bestrebungen auszusprechen, sollte diese Entwicklung auch den Werra-Meißner-Kreis erreichen.

Lothar Quanz schließlich lernte am Donnerstagabend die Jugendgruppe Cognito - und bei dieser Gelegenheit auch den Kickertisch des Jugendcafés - kennen. Cognito ist die Gruppe, die in Witzenhausen den Betrieb des Jugendcafés Monopol organisiert und sich seit vielen Jahren für die Einrichtung eines neuen Jugendzentrums und die Wiederbesetzung der Jugendpfleger-Stelle einsetzt. Dieses Thema stand daher auch im Mittelpunkt des Abends. Da der Gesprächsfaden mit den verantwortlichen Politikern in Witzenhausen seit fast einem nicht mehr aufgenommen wurde – solange warten Cognito und KJR nun auf die Einladung zu einem weiteren Gespräch – wird Quanz sich darum bemühen, dass dieser überfällige Dialog kurzfristig wieder aufgenommen wird.

Zwei Wochen später fand dann die vierte und letzte Veranstaltung der Reihe bei der Witzenhäuser Kanu-Jugend statt. Zu Gast war dieses Mal Matthias Berninger, bündnisgrüner Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium.

Was macht ein Wassersport treibender Verein, wenn er an einem November-Abend dem Staatsekretär aus dem Verbraucherschutzministerium Matthias Berninger einen Einblick in seine Arbeit geben will? Die Witzenhäuser Kanu Jugend ist samt Kanu kurzerhand in das Vereinshaus umgezogen und dort bei einer Trockenübung den Bündnisgrünen ins Kanu gesetz. Doch das war auch schon das einzig trockene bei dieser vierten und letzten Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Let's talk about... Politik!", die der Kreisjugendring Witzenhausen (KJR) in Kooperation mit verschiedenen Jugendgruppen durchgeführt hat. Neben den Sorgen um die seit drei Jahren eingeschränkte Nutzung der Werra für den Bootssport ging es schwerpunktmäßig um das Thema Ganztagsschule und die Chancen und Gefahren für Jugendverbände, sich dort zu engagieren. Doch auch für die ganz konkreten Sorgen und Wünsche der Jugendlichen hatte Matthias Berninger. So versprach er, beim dortigen Bürgermeister nachzuhaken, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, wo Eichenberger Jugendliche skaten könnten. Und über eine Stunde nach dem offziellen Ende saßen noch immer zahlreiche Jugendliche mit Berninger am Tisch und diskutierten über die verschiedensten Themen.

Bei allen vier Veranstaltungen ging es auch um das Thema Jugendleiter-Card (Juleica) und die Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit, das der KJR gemeinsam mit anderen Trägern mit der Kampagne „Jugendleiter leben länger“ zurzeit vorantreibt. Alle drei Politiker haben zugesagt, für das geplante Bonusheft für Juleica-Inhaber drei Vergünstigungen oder Gutscheine einzuwerben.

Die Jugendlichen aus den Jugendgruppen zeigten sich nach den Veranstaltungen positiv überrascht: „Mit dem kann man ja echt reden!“ oder „Das war echt mal eine andere Politik-Veranstaltung! So macht das Spaß!“ - so oder ähnlich äußerten sich die meisten der Jugendlichen nach dem Talk. So zog auch Björn Bertram, Vorsitzender des KJRs, ein positives Fazit von der gesamten Veranstaltungsreihe, die im Rahmen von Projekt P durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Deutschen Bundesjugendring und die Bundeszentrale für politsche Bildung gefördertwurde: "Unsere Vorstellungen konnten wir voll verwirklichen: Die Jugendlichen konnten den "Heimvorteil" nutzen und hatten in gewohnter Umgebung keine Scheu, ihre Anliegen vorzutragen und dafür zu kämpen. Und die Politiker haben einen bunten Eindruck von der Jugendarbeit bekommen. Ein solcher Dialog sollte in Zukunft fortgesetzt werden!"

Projekt P - misch dich ein“ ist eine bundesweite Kampagne. P steht für Politik und Partizipation. Projekt P will erreichen, dass Kinder und Jugendliche ihre Bedürfnisse, Interessen, Hoffnungen, Ängste und Probleme in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbringen können. Das gilt für ihr unmittelbares Lebensumfeld und für alle politischen Ebenen. Projekt P will vor allem Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene in Macht- und Entscheidungspositionen mobilisieren, vorhandene Beteiligungsformen stärken und neue Formen der Beteiligung entwickeln und erproben. Projekt P bedeutet, Kinder und Jugendliche an Konzeption, Planung und Projektrealisierung zu beteiligen.
Der Deutsche Bundesjugendring, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bundeszentrale für politische Bildung haben sich zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen, um Projekt P in den Jahren 2004 und 2005 durchzuführen.

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